Wer wir sind
 Aktuell
 Grundbildung
Berufsbildungssystem CH
Bildungsbewilligungen
Modell-Lehrgänge
Berufsschule
Überbetriebliche Kurse
Fachfrau/-mann Betreuung
 Höhere Berufsbildung
 Gesetze & Verordnungen
 Downloads
 Links
 

| Kontakt | Startseite |   

Fachrichtung Kinderbereich: Marc Kränzlin

Die beiden Buben des Dorfpfarrers hat Marc Kränzlin schon während der Schulzeit „extrem gerne“ gehütet. „Nachdem ich mit der Realschule fertig war, hat meine Mutter eines Tages gesagt, Kinderbetreuung wäre doch etwas für mich“, erinnert sich der 19-Jährige. Was halb im Spass gemeint war, wurde konkret: In der Nähe von Windisch (AG), wo er aufgewachsen ist, konnte Marc Kränzlin in der Krippe des Paul Scherrer Instituts in Villigen ein einjähriges Praktikum absolvieren. Das Arbeiten mit den kleinen Kindern gefiel ihm. Eine Lehrstelle fand sich aber nicht so einfach. Im Internet stiess er schliesslich auf ein Praktikum in der privaten Kinderkrippe Villa Ali Baba in Zürich. Er erhielt es und war ein weiteres Jahr Praktikant. Diesen Sommer ist dann eine Lehrstelle in der prachtvollen Villa am Fusse des Zürichbergs frei geworden und Marc Kränzlin konnte mit der Lehre Fachrichtung Kinderbereich beginnen. Das Team betreut derzeit 13 Kinder im Alter zwischen 6 Monaten und drei Jahren. „Kinder geben einem sehr viel zurück“, sagt der junge Betreuer: „Sie kommen und lachen einem an. Ich fühle mich von ihnen akzeptiert.“ Insbesondere für ältere Kinder, die zu Hause keinen Vater hätten, sei es auch wichtig, eine männliche Bezugsperson zu haben. Er sehe oft, wie gerade diese Kinder vermehrt auf ihn zukommen würden. Positiv an seiner Tätigkeit sei auch, dass er häufig im Freien sei. Und oft gäbe es Erfolgserlebnisse: „Wenn ich etwas zeigen kann, und die Kinder es dann können. Das ist schön.“ Marc Kränzlin wohnt noch bei den Eltern. Nach Abschluss der Lehre hat er vor, eine militärische Karriere zu machen, aber nur, wenn es ihm im Militär gefalle. Sein berufliches Ziel, das allerdings noch in der Ferne liegt, heisst Sozialpädagoge. „Am liebsten würde ich Street Worker werden, wie es in Deutschland heisst. Die schlichten unter Kriminellen und sind für ganze Viertel verantwortlich.“ Schlichten und für Ordnung sorgen tut er vorerst mit den Kleinen: „Ich bleibe ruhig und ausgleichend, schaue immer zuerst, was passiert ist. Ich glaube, als Mann wirke ich eher beruhigend auf die Kinder.“ Die Arbeit sei auch anstrengend, abends sei er richtig müde. Den „Schoggi-Job“ um den ihn gewisse Kollegen beneiden würden, habe er keinesfalls. Die 20-köpfige Schulklasse besteht ausser ihm und einem Kollegen aus Frauen. Mit dem Kollegen komme er bestens aus, sagt Marc Kränzlin. Und von den Frauen in der Kinderkrippe fühle er sich akzeptiert: „Die Zusammenarbeit mit ihnen ist für mich sogar einfacher als die mit Männern. Es gibt keine Konkurrenz und weniger Streit. Ich bin ein wenig Hahn im Korb, aber auf eine gute Art und Weise.“

 

OdA-S-ZH  |  Organisation der Arbeitswelt Soziales Zürich